19. September 2020 | Mundart im Park
Musik im Park
Bei schönstem Spätsommerwetter - mitten im Coronazeitalter - durfte ich zusammen mit den Scones, sowie Inge Geier und Gustl Riemensperger bei der Veranstaltung "Musik im Park" in Wiesloch auftreten
Musik im Park
Bei schönstem Spätsommerwetter - mitten im Coronazeitalter - durfte ich zusammen mit den Scones, sowie Inge Geier und Gustl Riemensperger bei der Veranstaltung "Musik im Park" in Wiesloch auftreten
Walldorf – „Newedro unn iwwerzwersch“ – unter diesem Slogan hatten die Vereinigung Walldorfer Heimatfreunde und das Forum 84 am vergangenen Sonntag zum Mundartabend ins Museum im Astorhaus eingeladen. Bereits kurz nach Beginn des Kartenvorverkaufs war die Veranstaltung ausverkauft, und so fanden sich rund 100 Gäste – „Walldörfer unn Auswerdische“ – im großen Ausstellungssaal zusammen, um dem kurzweiligen Programm mit Texten, Szenen, Liedern und Gedichten zu lauschen.
Walldorf. Die Heimatfreunde Walldorf und das Kellertheater Forum84 veranstalteten einen kurpfälzischen Mundartabend mit Liedern, Szenen, Texten und Gedichten. Unter dem Motto „Newedro unn iwwerzwersch“ wurde der Abend zu einer Liebeserklärung an den Dialekt der Kurpfälzer. Das begeistert mitgehende Publikum im ausverkauften großen Saal des Astorhauses quittierte die Darbietungen mit Beifall und Lachsalven auf offener Szene.
So viele unterschiedliche „Sprachen“ wie es an diesem Abend im Bruchsaler Bürgerzentrum zu hören gab, dürften bei einer einzigen Veranstaltung in der Region ganz selten gesprochen worden sein. Gleichwohl verstand fast jeder – zugegeben mit einigen Abstrichen –, was auf der Bühne zum Besten gegeben wurde: Bruslerisch, Söllingerisch, Östringisch, Nereterisch, Karlsdorferisch, Alemannisch in mehreren Ausprägungen, Odenwälderisch – um nur einige Beispiele zu nennen.
Heimatgeschichte, Brauchtum und Traditionen haben derzeit Hochkonjunktur, und damit eng verbunden natürlich auch die Rückbesinnung auf den heimischen Dialekt – die Muttersprooch. Im Gespräch untereinander werden dabei Unterhaltungen und Begrifferklärungen möglich, wie dies die hochdeutsche Schriftsprache nie ermöglichen, oft sogar nicht einmal zulassen würde. Wer dann aber meint, Kenner der heimischen Sprache, des kurpfälzischen Dialekts zu sein, dem wird bereits nach wenigen Minuten bewusst, dass eigentlich jeder Landstrich, meist sogar jeder Ort „seine“ eigene Färbung und Ausdrucksweise hat.
Reilingen. Charly Weibel singt in „denne zwei Weltsproche ‚ die er nach eigenem Bekunden am besten kann: „Englisch“ und „reilingerisch“. Für das Zweite, seine Lieder in Mundart, hat der Sänger gerade einen Preis gewonnen. Der Siegertitel handelt davon, dass der Friedhof ein wichtiges Kommunikationszentrum im Gemeindeleben ist, wo man immer hingehen kann und wo man immer das Neueste erfährt. Unsere Mitarbeiterin Jutta Lang traf sich mit Charly Weibel „uffem Friedhouf“, um Neues vom und über den Musiker zu erfahren
War bereits der erste MundART-Stammtisch in Reilingen und den umliegenden Gemeinden auf großes Interesse gestoßen (wir berichteten), ging es in der „MundART-Scheier“ im Engelhof am Sonntagabend erst richtig eng zu. Selbst aus Bruchsal oder Bad Dürkheim waren Freunde der kurpfälzischen Sprachvielfalt in die Spargelgemeinde gekommen, um die Premiere der MundART-Veranstaltungen mitzuerleben.
Eine Bereicherung für das Bühnenprogramm war das erstmalige Auftreten des Mundartsängers Charly Weibel. Der Reilinger Gemeinderat hatte den Menschen im Dorf im wahrsten Sinne des Wortes "aufs Maul geschaut"
Schwetzinger Zeitung vom 8.1.2000 Lieder im Reilinger Dialekt Aus dem Innern einer Seele Charly Weibel wandelt auf neuen musikalischen Pfaden Seit Jahren prägt der Reilinger Charly Weibel als Frontsänger die Rockformation "Jezebel's Tower", die es mittlerweile auch in Japan und Rumänien zu einer gewissen Bekanntheit gebracht hat. Jetzt aber lernt…
Schwetzinger Zeitung vom 3.9.1999 Erfolgreich mit "En Freund Fass Lehwe" Sänger von Jezebel's Tower überzeugt mit erstem Dialekt Stück die Jury beim Mundartwettbewerb Einmal etwas mit Dialekt machen hatte ich eigentlich schon länger im Hinterkopf, so Charly Weibel aus Reilingen, und als er in der Schwetzinger Zeitung über den 12.…